Hufrehe

 

Eine Hufrehe beim Pferd hat Ähnlichkeit mit der Diabeteserkrankung eines Menschen.

Ursachen für eine Hufrehe gibt es viele:

Falsche Fütterung: -zuviel Kohlenhydrate
  -zuviel Proteine
  -geringer Rohfaseranteil
  -zu wenig Bewegung
     
Oder auch: -geringer Fettanteil
  -geringer Zuckeranteil

Futtermittel mit synthetischen Zusatzstoffen (zu hoher Mineralien- und Vitaminanteil)
Futtermittel von minderwertiger Qualität
Leberentzündung
Cushing/Addison
Schilddrüsenunterfunktion/Schilddrüsenüberfunktion
Glucose-Werte zu hoch
Störung im Zinkhaushalt
Störung des Fetthaushalt(Triglyceride, Cholinesterase)
Störung der CK und LDH-Werte

Über die Fütterung lässt sich keine grundsätzliche Ursache für eine Hufrehe ausmachen, doch muss die Ernährung zwingend in die Therapie mit eingebunden werden

Eine chronologische Aufschlüsselung der Erkrankung von Willi.

Willi geboren 1997

Willi wurde im Jahr 2000 gekauft

Informationen vom Vorbesitzer liegen nicht vor

Jährliche Impfungen    - 2001 Tetanus, Tollwut
- 2002 Tetanus, Tollwut, Influenza
- 2003 Tetanus, Rhinopneumonitis, Influenza
- 2004 Tetanus, Herpes, Influenza
 

Vorherige Impfungen sind nicht

Willi lebt in einer Offenstallhaltung

Von Beginn an leidet er an einer immer widerkehrenden Muskelverspannung

2002 kommt ein Husten hinzu

2003 Willi wird schnell unruhig, angst allein zu sein aber schnell gereizt, Leberentzündung, Mineralstoffmangel, Hufrehe

2004 Ekzem, die Haut ist trocken, schuppig und juckt, Augenentzündung

Willi wird im Laufe der Jahre immer unruhiger, stillstehen wird unmöglich.
Die Ängstlichkeit nimmt zu und Willi verträgt sich immer weniger mit seinen Artgenossen, andauernd gibt es Zoff.

Die Blutbilder haben folgendes ergeben:

2000 niedrige Hämatokrit- und Hämoglobin-Werte

2001 erhöhte Lymphozyten, Glucose, Triglyceride und Cholinesterase
niedrige Hämatokrit- und Hämoglobin-Werte

Durch die Behandlung des Tierarztes erholten sich Willis Werte.

2002 erhöhte Cholinesterase

2002, Willi fängt an zu Husten. Der Husten ist trocken und krampfend. Willi bekommt Hustensaft. Der Husten verschwindet im Sommer, kehrt aber bei Kälte zurück.

Seine Muskelverspannungen werden häufiger und es wird immer schwieriger seine Verspannung mit gezielten Übungen weg zu trainieren.

2003 erhöhte Glucose-, y-GT-, Triglyceride- und Kupfer-Werte
niedrige Zink-, Magnesium-und Harnstoff-Werte
niedrige Hämatokrit- und Hämoglobin-Werte

Willi bekommt eine Hufrehe. Zittern der Beine durch Schmerzen, Willi schwitzt stark. Behandlung durch den Tierarzt. Die Schmerzmittel greifen den Darm an, Willi sieht schlecht aus.

2004 Willi geht es besser. Es bildet sich ein Ekzem an der Schweifrübe, die Haut ist trockener und schuppig. Eine leichte Entzündung der Augen.

2004 erhöhte y-GT-, CK- und LDH-Werte
niedrige Magnesium- und Selen-Werte, Zink liegt im Keller

Die Besitzerin sucht mich auf.

Ich ersuche die Besitzerin ein neues Blutbild zu erstellen, in diesem auch die Schilddrüsenwerte T4 (Gesamtthyroxin), Freies Thyroxin und die T3 (Trijodthyronin) aufgeführt sind.
 

2004 T4 knapp unter dem Normalbereich
Freies Thyroxin zu niedrig
T3 ok

Willi hatte eine Schilddrüsenunterfunktion.

Willi bekam homöopathische Präparate für seine erhöhten Muskelwerte (CK und LDH).

Leberentzündungsmittel und Glucosepräparate, sowie Neurotransmitte (Thyroxin XMK, Dopa LMK, Dopamin LMK, Noradrenalin XMK und Adrenalin XMK), Calcium- und Eiweißrezeptorenmittel.

Für sein aggressives Verhalten Hyoscyamus LMK.

Willi wurde ruhiger. Der Husten ging zurück. Muskelverspannungen hatte er nur noch selten. Er war ausgeglichener und freute sich auch wieder in der Herde stehen zu dürfen. Sein Fell glänzt und seine Augen sind klar.